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Susi Gauster ist Koordinatorin des Flüchtlingsbegleitprojektes ADA und Mitbegründerin von InterSol. Sie lebt seit Dezember 1995 in Guatemala.
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| Die Beteiligten |
InterSol ist eine Initiative von in Guatemala tätigen Personen der internationalen Solidaridät und internationalistisch denkenden GuatemaltekInnen.
Grundidee ist, eine effektivere Zusammenarbeit zwischen den Sektoren der Zivilgesellschaft Guatemalas und der internationalen Solidarität, die im bisherigen Friedensprozess einen nicht zu unterschŠtzenden Beitrag leistete, zu schaffen. Dafür sind zwei Arbeitsbereiche vorgesehen.
Alternatives Monitoring
Ein Arbeitsschwerpunkt ist `alternatives' monitoring. Alternativ deshalb, weil vor allem die Situation der Basis und der vom Krieg am meisten betroffenen Bevölkerung berŸcksichtigt werden soll, was in bisher systematisch aufgebrachter Information nicht wirklich passiert. Dafür soll mit den wichtigsten Sektoren der Zivilgesellschaft (Mayas, Menschenrechtsorganisationen, Gewerkschaften, Frauen, LandarbeiterInnen, Desmobilisierte, NGOs ...) ebenso wie mit Basisorganisationen am Land ein monatliches Treffen zur Analyse des Fortschreitens und der Hindernisse des Friedensprozesses für die jeweiligen Sektoren stattfinden.
Berichte an die Organisationen
Begleitet von Gesprächen mit den Verifikationsinstanzen MINUGUA und der `Comisión de Acompanamiento' sollen monatliche Berichte an Solidaritätsorganisationen in Europa, USA und Kanada geschickt werden. Diese Berichte sollen auch einige konkrete Vorschläge zur Lobbyarbeit enthalten, mit der Hoffnung, daß diese koordinierter erfolgt als bisher und somit auch effektiver ist.
Veranstaltungen, Workshops, encuentros populares
Der zweite Arbeitsbereich ist die Organisation von Veranstaltungen (Workshops, `encuentros populares', Debatten) zu globalen Themen, die auch Guatemala stark betreffen. Problemlösungsansätze können daher nur unter RŸcksicht auf Erfahrungen in anderen Ländern und eine breite Diskussion, die sowohl inter-sektoriell wie auch inter-national sein soll, erarbeitet werden. Beispiele für solche Themen sind Diskriminierung, Unterdrückung der Frau, Demokratisierung, Neoliberalismus etc. Zu letzterem fanden bereits Workshops und ein sogenanntes `encuentro popular' statt. Unter `encuentro popular' wird ein Forum verstanden, dessen Schwerpunkt auf der aktiven Teilnahme der Anwesenden liegt, d.h. alle Anwesenden sollen durch eine Diskussion in Kleingruppen sich das Thema zu eigen machen. Daneben gibt es zur Vertiefung wie bei anderen Foren auch, kurze Beiträge von SpezialistInnen und eine abschliessende Diskussion, die auch Lösungsansätze enthalten kann. Diese sollen dann in einem Workshop von InteressentInnen weiter vertieft werden.
Wohlwissend, dass dieses Projekt aufgrund seines Umfangs sehr ambitioniert wirkt, zeigen der doch rege Zuspruch und das starke Interesse seitens der guatemaltekischen Sektoren dessen Notwendigkeit und geben Hoffnung und Motivation.
Susi
modified: Saturday, 30-Sep-2017 00:14:18 CEST,
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