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Liebe LeserInnen!
Das Jahr neigt sich zu Ende, Zeit ist es also auch für uns, Euch einen Jahresrückblick und eine Vorschau auf das Jahr 1998 zu liefern. Gleich vorweg einmal vielen Dank für die zahlreichen Spenden, die uns da wir ohne Subventionen auskommen müssen unsere Arbeit sehr erleichtert haben. Die Arbeit ist allerdings noch lange nicht zu Ende, auch für das nächste Jahr bitten wir Euch daher, uns zu unterstützen.
Inhalt dieser Ausgabe sind drei Artikel über Acompañamiento (Begleitung von gefährdeten Personen und/oder Dörfern), die alle drei jeder für sich auf seine Weise die große Spannweite an Eindrücken, Problemen und Erfahrungen im Zusammenhang mit Acompañamiento zeigen. Weiters wird kurz über das neue Projekt InterSol, die Wahrheitskommission und den Besuch von Mitgliedern der ehemaligen Guerrilla-Bewegung URNG berichtet.
November 1996 bis 1997
Besuch hatten wir viel im letzten Jahr, VertreterInnen von Ceibas (Forschung, Weiterbildung), CONIC (LandarbeiterInnen), COPRODIMU (Weiterbildung und Rechtsberatung für Frauen), Mujeres-Somos (Lesben), RUOG (Exilierte GuatemaltekInnen) und CONADEHGUA (Menschenrechte).
Auch wir haben viel und vieles besucht: VertreterInnen der Guatemala Initiative nahmen im November 1996 an den Entwicklungspolitischen Hochschultagen und an einem Seminar über die Auswirkung des Neoliberalismus teil. Diesen Sommer waren wir in Spanien beim 2. Treffen für Menschlichkeit und gegen Neoliberalismus. Am 4. Juni 1997 wurde die “Plattform für Guatemala" zwischen österreichischen NGOs, Solidaritätsgruppen und Persönlichkeiten gegründet, um gemeinsame Schritte zur Demokratisierung Guatemalas zu setzen.
Volksorganisationen
Der Schwerpunkt unserer Arbeit lag dieses Jahr in der Unterstützung des Friedensprozesses und der Volksbewegung in Guatemala. Dazu unterstützten wir unzählige acciónes urgentes und bezahlte Anzeigen in guatemaltekischen Medien. Der Erlös unserer Feste ging zur Gänze nach Guatemala (Ceibas, URNG, CPR-Peten und RUOG). Das (be-)rauschendste Ereignis des Jahres war unsere Teilnahme am Volksstimmefest.
Zeitungen und Radio
In den drei bisher erschienen Guate-Infos des Jahres 1997 setzten wir unseren Informationsschwerpunkt auf den Friedensprozeß und die Unterzeichnung des Friedensvertrages. Wir stellten zahlreiche guatemaltekische Organisationen vor (Ceibas, Cideca, CONDEG, URNG, FDNG, RUOG, COPRODIMU....). Außerdem bietet die Guate-Info den bisher 60 österreichischen Acompañantes die Möglichkeit, über ihre Erfahrungen zu berichten.
Auch in anderen Medien veröffentlichten wir Artikel, dreimal wurde im Radio über Acompañamiento, den Friedensprozeß und die aktuelle Situation Guatemalas berichtet. 17 mal organisierten wir Diavorträge in Universitäten, Parteilokalen, Kirchen, Firmen und Schulen in verschiedenen Städten Österreichs. Eine Studie über bilinguale Erziehung in Guatemala wurde von Susi Gauster und Angelica Oberleithner im Rahmen ihres Studiums erstellt.
Acompañamiento
Wir haben in diesem Jahr 15 Acompañantes vorbereitet und nach Guatemala geschickt. Das gemeinsam mit anderen Organisationen betriebene Koordinationsbüro in Guatemala-Stadt wird bereits seit drei Jahren auch von ADA/Guatemala Initiative betreut. Auch an einer Studie über Acompañamiento haben zwei von uns mitgearbeitet ("Un Hilo más en el Tejido de la Paz", Evaluierung des internationalen Acompañamiento 1993 bis 1997, von Renate Sova, Eva Scheibreithner).
Vorschau 1998
Das Jahr 1998 wollen wir unseren Arbeitsschwerpunkt auf das Thema “Land" legen. Mit diesem Thema wollen wir uns inhaltlich auseinandersetzen, Informationsveranstaltungen und Vorträge organisieren und die Rundreise einer guatemaltekischen LandarbeiterInnenorganisation durchführen. Im Oktober 1998 laden wir zum Informationsaustausch und zur Koordinierung unserer Arbeit alle europäischen Guatemala-Solidaritätskomitees nach Wien ein.
Auch beim Acompañamientoprojekt gibt es Neues: Susi Gauster widmet sich der Initiative InterSol, ADA bekommt eine neue Koordinatorin. Eva Scheibreithner, die nicht nur seit einem Jahr eine Menschenrechtsorganisation in Guatemala-Stadt begleitet hat, sondern auch bei der Evaluierung des Acompañamiento mitgewirkt hat, wird uns im nächsten Jahr in Guatemala vertreten.
Eine der spannendsten Neuerungen ist, daß es ab jetzt möglich ist, Zivildiener (leider wohl keine Innen) als Acompañantes für 14 Monate nach Guatemala zu schicken.
Ees gibt viel zu tun - und Ihr habt die Möglichkeit, uns dabei zu unterstützen! Durch aktive Mitarbeit, Förderabos, monatliche Selbstbesteuerung oder eine Spende. Mehr Info dazu gibt es auf der letzten Seite.
Also, einen guten Jahreswechsel und solidarische Grüße
wünscht Euch das Ini-Team
modified: Saturday, 30-Sep-2017 00:14:18 CEST,
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