Als solches wurde dieses Projekt auch all die Jahre vom Vorsitz der HTU (HochschülerInnenschaft TU), der von der Fachschaftsliste TU gestellt wird, unterstützt und mitgetragen; z.B. durch Zurverfügungstellen der Räumlichkeiten, in denen sich der TU-Club befindet.
Im Sommer 97 überschlugen sich dann die Ereignisse: Der TU-Club wurde anonym bei der Getränkesteuer angezeigt (nachdem er über 10 Jahre “unentdeckt" blieb), was den LegalistInnen außerordentlich gelegen kam und sie ihre guten Kontakte zum HTU-Vorsitz ausnutzten, um über diesen das Kollektiv massiv unter Druck zu setzen. Gleichzeitig wurden erstmals die Fachschaften (entsprechen unseren Studienrichtungsvertretungen), die immer schon zum Großteil entpolitisiert und mit dem TU-Club unzufrieden waren, mit Hilfe bewußter Fehlinformation in die Diskussion eingebunden, um der vom Vorsitz bereits gefällten Entscheidung gegen das bestehende Kollektiv einen basisdemokratischen Anstrich zu geben.
Nachdem der Weg so geebnet war, trat nun erstmals die “Gegengruppe" auf den Plan: Sie bestand zum größten Teil aus den seinerzeit im Plenum überstimmten Ex-Kollektivmitgliedern und konnte ein steriles Kommerzialisierungskonzept, garantiert ohne jeglichen politischen Anspruch, anbieten, das auch prompt vom “Fachschaften- und Referatetreffen" angenommen wurde. Da das TU-Club-Kollektiv aber auch noch einen gültigen Nutzungsvertrag mit der HTU aufweisen kann, sieht es derzeit keine Veranlassung, sich dieser Vorgangsweise zu beugen und die Räumlichkeiten in der Paniglgasse 1 zu verlassen.
Wenn Dir irgendwas an der Erhaltung alternativer, basisdemokratischer Arbeitsstrukturen, abseits der Hegemonie profitorientierter, hierarchischer Organisation, liegt, dann schau doch hin und wieder im TU-Club vorbei. Deine Solidarität wird jetzt dringend gebraucht.
ErnstL (Grüner Zweig, BING)